Lücken gesetzliche Rentenversicherung

Das mangelnde Vertrauen der Bundesbürger in die gesetzliche Rentenversicherung ist eines der Hauptprobleme unserer Zeit und stellt immer wieder ein gefundenes Fressen für die Medien dar. Gründe für die leeren Rentenkassen gibt es einige. Neben der allgemein stark angestiegenen Arbeitslosigkeit zu Beginn des neuen Jahrtausends, die zu einem immer kleiner werdenden Kreis an sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern und damit Einzahlern in die Rentenkassen geführt hat, ist hierbei an die Veränderung der Altersstruktur in Deutschland zu denken.

Rentenversicherung und Alter: diese beiden Begriffe sind in der heutigen Zeit scheinbar untrennbar miteinander verbunden. Durch verschiedene demographische Phänomene, hier sei beispielsweise an den viel zitierten „Pillenknick“ gedacht, unter dem man eine rückläufige Geburtenrate durch das moderne Verhütungsmittel der „Pille“ versteht, stieg die Zahl der aktuellen Rentenempfänger derart stark an, dass die Basis der Renteneinzahler zu den Rentenempfängern in einem krassen Missverhältnis stand. Die Rentenversicherung war somit an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gedrängt. Mit Sicherheit hätte man diese Entwicklung bereits frühzeitig voraussehen können. Die entsprechenden Gegenmaßnahmen wurden seitens der Politik jedoch viel zu spät ergriffen. Zu diesen Maßnahmen gehört neben der staatlich geförderten Zusatzrente die Anhebung der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, die verständlicherweise anfangs auf Unmut seitens der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer gestoßen ist. Eine andere Option blieb der Rentenversicherung jedoch nicht offen, um ihre eigene Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten und somit die Existenzgrundlage und den rechtlichen Anspruch auf Rente der aktuellen Rentenempfänger zu sichern.

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